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Das NFP 59
Hintergrund und Ziele des NFP 59 Forschungsschwerpunkte Beteiligte Forschungsinstitutionen Transdisziplinärer Ansatz Budgetrahmen und Programmdauer Auswahlverfahren der Projekte Projektskizzen nach Institutionen Forschungsgesuche nach Institutionen Forschungsgesuche nach Forschungsschwerpunkten

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Hintergrund und Ziele des NFP 59
Im Rahmen des NFP 59 sollen Nutzen und Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) in Bezug auf die ökologischen, sozialen, ökonomischen, rechtlichen und politischen Verhältnisse in der Schweiz untersucht werden.
Im Zusammenhang mit dem vom Schweizer Stimmvolk im Jahr 2005 beschlossenen Moratorium für den kommerziellen Anbau von GVP kommt dem NFP 59 eine besondere politische Bedeutung zu, auch wenn das Programm keine direkte Folge dieser Abstimmung, sondern vielmehr eine parallele Entwicklung dazu ist.
Trotz hoher Erwartungen wird das NFP 59 aber keine definitive Antwort auf die Frage liefern, ob die kommerzielle Freisetzung von GVP in der Schweiz zuzulassen oder zu verbieten sei. Aber es wird mit wissenschaftlichen Grundlagen zu einer sachlicheren Diskussion im politischen Entscheidungsprozess beitragen.
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Forschungsschwerpunkte
Das Programm bearbeitet vier Themenschwerpunkte:
I. Pflanzenbiotechnologie und Umwelt
In diesem Bereich werden 18 Projekte mit insgesamt 6,4 Millionen Franken gefördert. Die Projekte beschäftigen sich mit Fragen zur Krankheitsresistenz von Nutzpflanzen, mit der Bodenökologie, der Biodiversität und dem Genfluss von GVP auf Wildpflanzen, den Auswirkungen auf Nicht-Zielorganismen, der Koexistenz und mit neuen Anwendungsmöglichkeiten der Pflanzenbiotechnologie.
Neun dieser Projekte haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen,
um ihre Fragestellungen zur Mehltauresistenz von transgenem Weizen und zu den damit verbundenen Risiken in zwei Feldversuchen zu analysieren.
II. Politische, soziale und ökonomische Aspekte
Acht Projekte mit einem Förderbetrag von insgesamt knapp 2,2 Millionen Franken befassen sich mit Fragen der Koexistenz, dem Verhalten der Konsumenten und anderer Interessenvertreter. Weitere Projekte untersuchen die Rolle der Medien und des Schulunterrichts in der Meinungsbildung. Eines geht der Frage nach, ob es eine ethisch akzeptable gentechnisch veränderte Pflanze gibt.
III. Risikobewertung, Risikomanagement und Entscheidungsprozesse
Zwei Projekte befassen sich mit Risikoindikatoren, eines schliesslich mit Entscheidungsprozessen, wofür sie insgesamt rund 600 000 Franken erhalten.
IV. Übersichts- und Synthesestudien
In diesem Schwerpunkt werden Studien gefördert, welche sich der Beurteilung vorhandener Forschungsergebnisse von ausserhalb und innerhalb des NFP 59 widmen. Die entsprechenden Projekte werden erst im Laufe des Programms vergeben.
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Beteiligte Forschungsinstitutionen
Die Forschungsarbeiten werden von Forschenden verschiedener Schweizer Universitäten, der ETH Zürich, der Forschungsanstalten
Agroscope Reckenholz-Tänikon und Agroscope Changins-Wädenswil, des Forschungsinstituts für biologischen Landbau und privater Firmen durchgeführt.
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Transdisziplinärer Ansatz
Ein besonderes Merkmal eines Nationalen Forschungsprogramms ist der transdisziplinäre Ansatz. Das bedeutet, dass die Forschung über den wissenschaftlich-akademischen Bereich hinaus wirkt, indem Direktbetroffene miteinbezogen werden, diese aber auch von den Resultaten der Forschenden profitieren können. So schliessen mehrere Projekte des NFP 59 Landwirte, Konsumenten, Anwohner und Schüler ein.
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Budgetrahmen und Programmdauer
Für die Durchführung des NFP 59 steht über den Zeitraum von fünf Jahren ein Betrag von 12 Millionen Franken zur Verfügung. Mit ersten Resultaten ist ab dem Jahr 2011 zu rechnen. Bis Ende 2009 muss zuhanden des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) ein Zwischenbericht erarbeitet werden.
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Auswahlverfahren der Projekte
Das NFP 59 versteht sich als ausgewogenes Programm, das sowohl Nutzen als auch Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen erforscht. Und es will neue und originelle Forschung betreiben. Darum werden keine Projekte wiederholt, die bereits im Ausland durchgeführt worden sind. Dies immer unter Berücksichtigung
des spezifisch schweizerischen gesellschaftlichen und politischen Umfelds.
Bis zum 31. August 2006 wurden 92 Projektskizzen eingereicht, die um insgesamt 36 Millionen Franken ersuchten. Sie deckten alle Forschungsschwerpunkte ab: 38 Prozent fokussierten auf «Pflanzenbiotechnologie und Umwelt», je 27 Prozent auf die Schwerpunkte «Politische, soziale und ökonomische Aspekte» sowie «Risikobewertung, Risikomanagement und Entscheidungsprozesse» und 8 Prozent waren Gesuche für Übersichts- und Synthesestudien.
Viele Projektskizzen behandelten Aspekte aus mehreren
Forschungsschwerpunkten.
47 Projektskizzen kamen von Universitäten, 18 von der ETH Zürich, 11 von Agroscope, 5 vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL), 1 von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) sowie 10 von anderen privaten oder öffentlichen Institutionen (siehe Grafik «Projektskizzen nach Institutionen»).
Diese Projektskizzen wurden von der Leitungsgruppe gemäss
den im Ausführungsplan formulierten Kriterien evaluiert, wobei ihr ein internationales Expertenpanel Unterstützung bot. Dieses Panel bestand aus je 12 Personen aus Natur- und Sozialwissenschaften.
Nach diesem Evaluationsprozess bewilligte die Leitungsgruppe 39 Projektskizzen und lud die Autorinnen und Autoren zur Einreichung eines detaillierten Forschungsgesuchs ein.
Bis zum 24. Januar 2007 wurden 36 ausformulierte Forschungsgesuche
eingereicht, die insgesamt um einen Kredit von 11.8 Millionen Franken ersuchten. 58 Prozent davon lagen im Forschungsschwerpunkt I, 31 Prozent im Forschungsschwerpunkt II, 11 Prozent im Forschungsschwerpunkt III.
18 Forschungsgesuche kamen von Universitäten, 9 von der ETH Zürich, 3 von Agroscope, vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) und von anderen privaten Institutionen (siehe Grafiken «Forschungsgesuche nach Institutionen» und «Forschungsgesuche nach Forschungsschwerpunkten»).
Jedes dieser Forschungsgesuche wurde durch international anerkannte Fachleute und die Leitungsgruppe begutachtet. Weiter wurden die Autoren zu einem Kolloquium eingeladen, an dem sie ihr Projekt der Leitungsgruppe und einer kleinen Gruppe ausländischer Experten aus den Sozialwissenschaften präsentierten. Basierend auf diesem Auswahlprozess hat die Leitungsgruppe dem Nationalen Forschungsrat 29 Projekte zur Bewilligung vorgeschlagen. Der Forschungsrat ist dem Vorschlag gefolgt und hat die Projekte bewilligt. Die Forschungsarbeiten starteten im Juni 2007.
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Projektskizzen nach Institutionen
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Forschungsgesuche nach Institutionen
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Forschungsgesuche nach Forschungsschwerpunkten
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